CDU Kevelaer: Gewerbegebiet „an der Schiene“ jetzt gezielt voranbringen

Mehr Arbeitsplätze, stärkere Wirtschaft und klare Perspektiven für Unternehmen: Die CDU-Fraktion in Kevelaer setzt sich dafür ein, dringend benötigte Gewerbeflächen zu schaffen – und gibt dafür eine konkrete Richtung vor.


Antrag der CDU-Fraktion Kevelaer:

Gewerbegebiet „an der Schiene“

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

 

Gewerbeflächen mit genügend Raum für Bestandsunternehmen mit Expansionsplänen und Neuansiedlungen sind von zentraler Bedeutung für die kommunale Wirtschaftskraft und Wirtschaftsentwicklung. Gewerbe, Handel und Dienstleistungen auf Kevelaerer Stadtgebiet schaffen und sichern wohnungsnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze, übernehmen z.B. durch Handwerks- und Dienstleistungen Versorgungsfunktionen vor Ort und haben durch Gewerbesteuereinnahmen maßgeblichen Anteil an der Finanzierung des Gemeinwesens. Doch Kevelaer tut sich hier seit Jahren schwer – mit spürbaren Folgen. Die CDU-Fraktion im Rat der Wallfahrtsstadt stellt daher den folgenden Antrag:

 

  1. In den vergangenen Jahren wurde für die NRW-Landesinitiative „Bauland an der Schiene“ auch das Areal zwischen B9, Lindenstraße und Rosenbroecksweg ins Auge gefasst und auf Eignung überprüft. Der Rat ist jedoch der Auffassung, dass eine großflächige Entwicklung jenseits der B9 zu einem isolierten, solitären Stadtteil führen würde, der städtebaulich nicht in das gewachsene Gefüge Kevelaers integriert wäre. Die Verwaltung wird beauftragt, stattdessen prioritär die Entwicklung des bestehenden Sondergebietes für Kunsthandwerk zu einem Gewerbegebiet voranzutreiben. Ziel ist es, dringend benötigte Gewerbeflächen zu schaffen und damit die wirtschaftliche Entwicklung Kevelaers nachhaltig zu stärken.

  2. Im Rahmen der Prüfung und Planung ist insbesondere die verkehrliche Erschließung dieses Bereiches vertieft zu untersuchen und belastbar darzustellen, da dies die zentrale Voraussetzung für eine mögliche Entwicklung ist.

  3. Parallel soll die Verwaltung die Entwicklung von Wohnbauflächen im Bereich zwischen der Bahnlinie und der Bundesstraße B9 grundsätzlich weiter prüfen.

 

 

Begründung:

Die wirtschaftliche Entwicklung Kevelaers ist derzeit keine Erfolgsgeschichte und eine positive Wende bei Beibehaltung der bisherigen Linie nicht absehbar. Zwar zeigen zentrale Kennzahlen wie Beschäftigungswachstum und Standortbindung eine grundsätzlich positive Entwicklung (RP vom 31.03.2026), gleichzeitig wird jedoch immer deutlicher, dass insbesondere der Mangel an verfügbaren Gewerbeflächen ein strukturelles Hemmnis darstellt. Unternehmen finden vor Ort kaum geeignete Erweiterungs- oder Ansiedlungsflächen – mit direkten Auswirkungen auf Investitionen, Arbeitsplätze und kommunale Einnahmen. Vor diesem Hintergrund ist eine aktive und vorausschauende Gewerbeflächenpolitik zwingend erforderlich.

 

Das bestehende „Sondergebiet für Kunsthandwerk“ im Bereich B9/Lindenstraße bietet hierfür eine konkrete und realistische Perspektive. Durch die Umwandlung in ein Gewerbegebiet kann kurzfristig und zielgerichtet zusätzliche Fläche für Unternehmen geschaffen werden. Das wiederum ermöglicht

  • die Sicherung und Erweiterung bestehender Betriebe,

  • die Ansiedlung neuer Unternehmen,

  • die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sowie

  • eine nachhaltige Stärkung der kommunalen Finanzkraft durch zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Belastungen für Unternehmen – etwa durch Energiepreise, Abgaben und ein deutliches Zuviel an Bürokratie – ist es Aufgabe der Kommunalpolitik, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Ein ausreichendes Angebot an Gewerbeflächen ist dabei ein zentraler Standortfaktor, auch im Wettbewerb mit den Nachbarkommunen. Die gezielte Entwicklung eines Gewerbegebietes stellt einen wesentlichen Baustein dar, um die Wettbewerbsfähigkeit Kevelaers zu sichern und die wirtschaftliche Basis der Stadt langfristig zu stärken. Die CDU-Fraktion setzt daher bewusst den Schwerpunkt auf die Entwicklung gewerblicher Flächen, anstatt eine städtebaulich problematische Wohnraumerweiterung weiterzuverfolgen.

 

 

 

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